Artikel: Was ist Tiefendruckstimulation?
Was ist Tiefendruckstimulation?
Tiefendruckstimulation bezeichnet einen gleichmäßig verteilten, leichten bis mittleren Druck auf größere Hautareale. Dieser Druck aktiviert Mechanorezeptoren in Haut und Muskulatur, die ihre Signale über afferente Bahnen und den Nervus vagus zum Hirnstamm senden. Mehrere Übersichtsarbeiten beschreiben einen konsistenten autonomen Effekt: Die sympathische Aktivierung nimmt ab, während der Parasympathikus stärker einsetzt. In der Folge sinken Herzfrequenz, Atemfrequenz und Cortisolspiegel, gleichzeitig steigen Indikatoren entspannungsfördernder Botenstoffe wie Serotonin und Oxytocin (Reynolds et al., 2015; Chen et al., 2016).
Damit verschiebt sich das Verhältnis zwischen Aktivierung und Beruhigung in Richtung „Rest and Digest". Für Menschen unter akutem Stress oder bei Reizüberflutung ist genau dieser Wechsel oft schwer eigenständig herzustellen. Hier setzt das Prinzip an, das gewichteten Hilfsmitteln wie Decken, Westen oder einer Jacke wie Kija zugrunde liegt.
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